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Warum Montessori?

Wieso werden die frühkindlichen Bildungseinrichtungen nach Montessori-Pädagogik ausgerichtet? Die Montessori-Pädagogik nach Maria Montessori beruht auf der Grundannahme, dass ein jedes Kind die innere Motivation besitzt, zu lernen. Das Kind steht mit seinen individuellen Lernbedürfnissen im Mittelpunkt. Demnach ist es essentiell, eine Lernumgebung zu schaffen, in der Kinder ihre natürliche Freude am Lernen eigenständig ausleben können. Lehrerinnen und Lehrer helfen den Kindern, im Umgang mit besonderen Materialien entdeckend zu lernen und Aktivitäten selbstgesteuert durchzuführen. Die Montessori-Materialien sollen dabei alle Sinne des Kindes ansprechen. Sie decken sprachliche, mathematische und lebenspraktische Bereiche sowie verschiedene Schwierigkeitsgrade ab.

Die Montessori-Philosophie und die entsprechenden Materialien werden der Diversität der Kinder in den tansanischen Vorschulen gerecht. Hier treffen Kinder mit einem völlig unterschiedlichen Entwicklungsstand und verschiedensten Bedürfnissen zusammen: Vierjährige Kindergartenneulinge, Siebenjährige, die ihr bisheriges Leben primär in ihrer Stammessprache gesprochen haben und die zum Besuch der Grundschule zunächst die Amtssprache Kiswahili erlernen müssen, Kinder mit Behinderungen, denen der Besuch einer Regelschule verwehrt bleiben wird, Fünfjährige, die schon das ganze Alphabet aufsagen können. Durch die Ansätze der Montessori-Pädagogik können diese Kinder im gleichen Klassenzimmer nebeneinander, miteinander und voneinander lernen. Sowohl in der Ausbildung der LehrerInnen als auch bei der Erstellung der Materialien wird darauf geachtet, dass die Lerninhalte alltagsnah sind und sich am kulturellen Umfeld der Kinder orientieren. Der Grundsatz, dass alle Kinder lernen möchten und auch können, wirkt zudem ermutigend auf LehrerInnen, Eltern und die Kinder selbst in einer Umgebung, in der für Teile der Bevölkerung der Schulbesuch weiterhin keine Selbstverständlichkeit ist.